Vom Handwerk zum gemeinsamen Menü
Am Dienstag wurde aus den Erfahrungen der beiden vorangegangenen Tage schließlich ein gemeinsames Sharing-Menü. Team Defender mit Ruben Baumgart und Beatrice Jäger servierte unter anderem Lángos mit selbstgemachtem Frischkäse und Grammeln, Leberkäse mit Kräutervinaigrette und Kaviar sowie österreichisches Rahmgulasch. Aus der zugelosten Brustspitze entstand zudem ein Rollbraten mit Marktgemüse und selbstgemachter Rauch-Mayonnaise.
Franz Berlin und Torsten Hülsmann von Team ASA Selection widmeten sich den „inneren Werten“ des Tieres: Die Niere verarbeiteten sie zu Blutwurst und interpretierten damit den rheinischen Klassiker „Himmel und Erde“ neu. Aus der Zunge entstand ein Ragout mit geröstetem Maitake, Feldsalat und Rapssamen, das Herz wurde gegrillt und mit wildem Brokkoli und einer Curry-Ibérico-Mayonnaise serviert.
Michael Ammon und Anton Behnke von Team de Buyer nutzten den Schweinekopf gleich auf zweierlei Weise: Neben einer Ibérico Westfalia Ramen servierten sie gebackenen Sau-Kopf mit Kartoffel-Hirn-Creme, Senf und Apfel. Team AKI Kaviar mit Klemens Gold und Achim Oecal verband schließlich Nose-to-Tail mit dem namensgebenden Produkt des Partners: Sie servierten einen Eisbein-Kaviar-Toast, gegrillten Ibérico-Rücken mit Pfefferminz-Öl-Salat sowie Ibérico-Schweinebraten.
Serviert wurde das Sharing-Menü anschließend gemeinsam mit geladenen Gästen an einer langen Tafel. Eine auf die Gerichte abgestimmte Weinbegleitung von Lobenbergs GUTE WEINE, kuratiert von Sommelier Antonios Askitis (@asktoni.de), begleitete das gemeinsame Essen.
Gerade diese Gerichte zeigen, was das JRE Genusslabor 2.0 vermitteln wollte: Nicht nur die vermeintlich edlen Stücke bestimmen den Wert eines Tieres. Auch Innereien, Kopf oder Eisbein können zum Ausgangspunkt anspruchsvoller und überraschender Küche werden. Selbst Metzger Andi Neumann, der die Teilnehmenden am Vortag durch Zerlegung und Verarbeitung geführt hatte, zeigte sich beeindruckt davon, wie die Köchinnen und Köche die einzelnen Teilstücke kulinarisch weiterdachten.