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destination • December 22nd, 2025

Reiseziel Bayern, Deutschland

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Bayern ist Deutschlands größtes Bundesland und eines seiner stärksten Symbole. Von fränkischen Fachwerkstädten bis zu den ersten hohen Gipfeln der Alpen vereint es Bierkultur, märchenhafte Schlösser, glitzernde Seen und einige der ambitioniertesten Küchen des Landes. Es ist ein Ort, an dem man an einem einzigen Tag von einer mittelalterlichen Altstadt zu einem königlichen Schloss gelangen und den Tag mit einem Degustationsmenü in einem Landgasthof ausklingen lassen kann.

Was Bayern seinen Charakter verleiht: Städte, Schlösser und alpine Landschaften

STADTLEBEN UND MÄRCHENHAFTE ALTSTÄDTE

Bayern lebt von Städten, die Geschichte und modernes Leben miteinander verbinden.

München, die Hauptstadt, ist wohlhabend und elegant, mit großzügigen Boulevards, bedeutenden Museen und einer kompakten Altstadt rund um den Marienplatz. Die Residenz, die Pinakotheken und der Viktualienmarkt zeigen unterschiedliche Facetten der Stadt, während Bierhallen und schattige Biergärten ihr gesellschaftliches Leben fest im Lokalen verankern.

Weiter nördlich erzählen Nürnberg und Regensburg von Handel und Reichsgeschichte. Nürnbergs Kaiserburg, die Stadtmauern und der Marktplatz erinnern an seine Rolle als mittelalterliches Machtzentrum. Regensburg an der Donau verbindet UNESCO-geschützte mittelalterliche Straßenzüge mit einer lebendigen Studentenatmosphäre rund um die Steinerne Brücke und den Dom.

Kleinere fränkische Städte liefern die klassischen Postkartenmotive. Würzburg vereint Weinberge und die barocke Residenz mit Weinstuben. Rothenburg ob der Tauber zählt zu den am besten erhaltenen ummauerten Städten Deutschlands, mit kopfsteingepflasterten Gassen, Fachwerkhäusern und Nachtwächterführungen, die die Vergangenheit lebendig werden lassen.

SCHLÖSSER UND KÖNIGLICHES ERBE

Bayern ist eng mit königlicher Architektur verbunden.

In München zeigen die Residenz und Schloss Nymphenburg unterschiedliche Aspekte des bayerischen Hoflebens, von politischem Zentrum bis zum sommerlichen Rückzugsort. Am Main ist die Würzburger Residenz ein weiterer Höhepunkt barocker Baukunst, eingebettet in formale Gärten und Weinberge.

Im Alpenvorland schuf König Ludwig II. seine Fantasieschlösser. Neuschwanstein, hoch über Hohenschwangau und dem Alpsee gelegen, ist das bekannteste, eine weiße Märchensilhouette, die kürzlich Teil eines UNESCO-Welterbeensembles von Ludwigs Residenzen wurde. Nahe gelegene Schlösser und Jagdhäuser ergänzen diese Route und zeigen, wie sich das königliche Bayern selbst verstand.

IN DIE ALPEN

Im Süden steigt das Land zu den Bayerischen Alpen an. Rund um Garmisch-Partenkirchen und das Allgäu bilden schneebedeckte Grate und grüne Almwiesen die Kulisse für traditionelle Dörfer und kleine Ferienorte. Seilbahnen und Bergbahnen bringen Besucher zu Aussichtspunkten und Wanderwegen, darunter auch zur Route auf Deutschlands höchsten Gipfel, die Zugspitze.

Im Sommer stehen die Alpen für Wandern, Radfahren und ruhige Talstraßen, mit Kühen auf den Wiesen und Kapellentürmen an entfernten Hängen. Im Winter verwandeln sich dieselben Landschaften in Ski- und Snowboardgebiete, ergänzt durch Winterwanderwege und gemütliche Gasthöfe für lange Abende. Die Verbindung aus aktiven Tagen und entspannten Abenden zählt zu den größten Reizen der Region.

SEEN, FLÜSSE UND ENTSPANNTE TAGE

Zwischen den Städten und den Alpen liegen einige der beliebtesten Seen und Flusstäler Deutschlands.

Südlich von München ist der Tegernsee von sanften Bergen und traditionellen Orten wie Rottach-Egern umgeben. Uferpromenaden, Bootsausflüge und leichte Spaziergänge machen ihn zu einem klassischen Wochenendziel für Einheimische. Weiter östlich verbindet der Chiemsee, oft als Bayerisches Meer bezeichnet, Inselresidenzen, Segeln und weite Ausblicke.

Bei Berchtesgaden liegt der Königssee, einer der eindrucksvollsten Seen Bayerns, umfasst von steilen Felswänden und smaragdgrünem Wasser. Elektrische Boote gleiten lautlos zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä, von wo aus Wege tiefer in den Nationalpark führen.

Im Norden bieten das Maintal und die Donau eine andere Form von Wasserlandschaft, mit Weinbergen, Uferpromenaden und Radwegen, die historische Städte miteinander verbinden. Zusammen zeigen diese Seen und Flüsse die ruhigere, entschleunigte Seite Bayerns, die einen Ausgleich zu Städten und Bergen schafft.

Esskultur

Die bayerische Küche ist deftig, regional und stark von Hausmannskost geprägt, entwickelt sich aber gleichzeitig rasant weiter.

In München beginnen viele Tage noch immer mit Weißwurst und süßem Senf, die traditionell vor zwölf Uhr mittags mit einer Brezn und einem Weißbier gegessen werden. Schweinshaxe mit Kruste, Ente mit Knödeln, Nürnberger Rostbratwürste, Leberkäse im Semmel sowie süße Dampfnudeln gehören zum klassischen Repertoire.

Biergärten sind eine Lebensart. Lange Holztische unter Kastanienbäumen, eine Selbstbedienung mit Brathendl, Würsten und Kartoffelsalat sowie oft die Möglichkeit, eigene Brotzeiten mitzubringen, sind typisch. Einheimische bleiben hier stundenlang bei einer Maß Bier, einem Teller Obatzda mit Radi und einem Korb frischer Brezn sitzen.

Auf dem Land richtet sich die Küche stärker nach der Landschaft:

  • Käse und Butter aus dem Allgäu

  • Pilze und Wild aus dem Bayerischen Wald

  • Flussfisch und fränkischer Spargel zur Saison

  • kühle Klimazweine aus dem Maintal und den fränkischen Weinbergen

Moderne bayerische Köchinnen und Köche arbeiten mit denselben Produkten, setzen jedoch auf leichtere Saucen, einen stärkeren Fokus auf Gemüse und internationale Techniken. So entsteht eine zeitgemäße Küche, die die Seele der bayerischen Gerichte bewahrt und zugleich den heutigen Geschmack trifft.

Feste und Bayerische Momente

Das Jahr in Bayern wird von Festen strukturiert. Manche sind weltberühmt, andere kleine Dorffeiern, doch gemeinsam zeigen sie, wie eng das Leben vor Ort mit den Jahreszeiten verbunden ist.

OKTOBERFEST UND MÜNCHENS BIERKULTUR

Das Oktoberfest in München ist der sichtbarste Höhepunkt. Für etwas mehr als zwei Wochen im frühen Herbst verwandeln große Festzelte, Fahrgeschäfte, Blaskapellen und Trachten die Theresienwiese in eine eigene temporäre Stadt. Es ist lebhaft und international, bleibt aber fest in der lokalen Braukultur und in bayerischen Traditionen verwurzelt.

Außerhalb dieser Zeit folgt München einem ruhigeren Veranstaltungsrhythmus. Die Starkbierzeit im frühen Frühjahr und kleinere Volksfeste in verschiedenen Stadtteilen bieten eine lokalere Möglichkeit, ähnliche Musik und Atmosphäre in überschaubarem Rahmen zu erleben.

BIER, WEIN UND DORFFESTE

In ganz Bayern hat fast jede Region ihren eigenen Festkalender. In Franken füllen Weinfeste die Marktplätze mit langen Tischen und Gläsern regionaler Weine. Anderswo markieren Dorfbierfeste und Kirchweihen Kirchenjubiläen oder Erntetermine mit Blasmusik, Ständen und Familienausflügen.

Diese Veranstaltungen sind oft der einfachste Weg, das alltägliche Bayern in entspannter Stimmung kennenzulernen, fernab der großen Städte und ihrer Besucherströme.

WINTERLICHTER UND WEIHNACHTSMÄRKTE

Ab Ende November setzen Weihnachtsmärkte weitere Akzente. Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist der bekannteste, doch auch Märkte in Regensburg, München und kleineren Städten schaffen eine ähnliche Atmosphäre aus Holzständen, Handwerk, Glühwein und Lichtern auf historischen Plätzen.

JRE's in Bayern

Für genussorientierte Reisende bieten die JRE-Köchinnen und -Köche eine kuratierte Möglichkeit, die bayerische Küche auf hohem Niveau im ganzen Bundesland zu erleben. Ihre Restaurants bilden eine Route, die Landschaften und regionale Produkte mit zeitgemäßer Spitzenküche verbindet.

In Franken und Schwaben im Norden interpretieren Häuser wie Auberge de Temple – Helbigs Gasthaus bei Aschaffenburg, Restaurant Philipp in Sommerhausen, Villa Mittermeier in Rothenburg ob der Tauber, Meyers Keller in Nördlingen, Landgasthof Löwen in Oberopfingen sowie Restaurant AURA im Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg die regionale Küche mit modernen Techniken und engen Beziehungen zu lokalen Produzenten neu.

In der Oberpfalz und im Bayerischen Wald zeigen Cheval Blanc im Landhotel Weißes Roß in Illschwang, Obendorfers Eisvogel im Birkenhof in Neunburg vorm Wald, Storstad in Regensburg und Gasthaus Jakob bei Perasdorf unterschiedliche Facetten der Region, von ausdrucksstarker Landküche über nordisch und asiatisch geprägte Stadtküche bis hin zu terroirgeprägter Waldküche.

In Oberbayern und im Alpenvorland bieten Christians Restaurant in Kirchdorf, Huberwirt in Pleiskirchen und Das Marktrestaurant in Mittenwald alles von klassisch fundierten Menüs bis zu dem, was Küchenchef Alexander Huber als bayerische Avantgarde und verfeinerte alpine Wirtshausküche beschreibt.

Im Allgäu und in den Hochalpen verbinden Ess Atelier Strauss in Oberstdorf, PAVO im Boutique-Hotel Blaue Burg in Pfronten und Schlossanger Alp hoch über dem Tal alpine Lagen mit saisonalen, produktfokussierten Menüs und herzlicher Gastfreundschaft.

Zusammen zeigen diese JRE-Restaurants, wie sich die bayerische Küche heute präsentiert, und verbinden Gäste unmittelbar mit den Landschaften, Produzenten und Traditionen, die sie prägen. Sie machen es leicht, eine Reise zu planen, bei der ein Morgen am See, ein Nachmittag in einem königlichen Schloss und ein Abend in einem Landgasthof auf Michelin-Niveau ganz selbstverständlich zu ein und demselben Tag gehören.